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STATION 1: MUSEUM ARENACUM

Beuys‘ Bett

Hier neben diesem Schrank bin ich geboren worden: Da, an der Seite. Von Zeit zu Zeit hat mich der Schrank unheimlich verfolgt. Ich hatte die ersten Träume neben diesem Schrank. (Beuys) 

Im Museum

Im Dachgeschoss des kleinen Heimatmuseums sind Bett, Nachttisch, Kommode und Schrank aus dem Zimmer von Joseph Beuys (eine Leihgabe des Museums Schloss Moyland) sowie ein Kinderbett (eine Leihgabe der Familie van Heukelum und des MKK) zu sehen. Umgeben von diesem Mobiliar  schlief Joseph Beuys als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener in den verschiedenen Wohnorten seiner Eltern in Kleve. 

Peter Sager schreibt:

hier kennt ihn jeder. Als Mensch ist er sehr beliebt, aber als Künstler… Er wirft so mit Margarine herum, wer hat dafür schon Verständnis? Aber es passt ihm, immer voller Streiche, so war er schon früher. Sie sagten immer: Er ist nicht duMehl, Getreide, Futter, Düngemittel”, steht am Elternhaus von Beuys in Rindern, Kleves Nachbardorf. Vor dem Backsteinbau wächst eine Weide, „die hab’ ich selbst gepflanzt, als Zwölfjähriger”, eine Trauerweide. Maria Beuys, seine Cousine, hat die Futtermittelhandlung kürzlich aufgegeben. „Dat Jüppgen, ja, den kennt hier jeder. Als Mensch ist er sehr beliebt, aber als Künstler… Der wirft ja so mit Margarine rum, wer hat da Verständnis für? Aber dat paßt zu ihm, immer voller Streiche, so war er schon früher. Et hieß immer: Der ging nich die Haustür rein, sondern die Dachrinne hoch!”  Maria Beuys hat fünf Kinder, „alle haben in Kunst eine Zwei, schon mal automatisch, Beuys ist ja ein Name!”  „Wenn man meinen Namen hört”, sagt ihr Sohn Peter, Schriftsetzerlehrling, „heißt es ja gleich: Ach, sind Sie mit dem Professor verwandt? Dem verrückten, kommt gleich hinterher.” Lange hatte Maria Beuys auf dem Speicher noch „die Wiege, wo Jüppgen drin gelegen hat; die hat uns jemand abgeluchst.” (ZEIT-Magazin 1978) 

Fotolink

Helmut Berghaus: Gebäude der Futtermittelhandlung von Hubert Beuys, des Onkels von Joseph Beuys, in Kleve-Rindern

https://sammlung.mkk.art/werke/20284

BEUYS MACHT

Obwohl Beuys in Krefeld geboren wurde, stellt er selbst die Stadt Kleve an den Anfang seines Lebens. In seinem Life Course / Work Course stellt er fest (Auswahl des ersten Teils):

1921 Kleve Ausstellung einer mit Gips zusammengezogenen Wunde
1922 Milchküheausstellung Molkerei bei Kleve
1923 Ausstellung einer Schnurrbarttasse (Inhalt: Kaffee mit Ei)
1924 Kleve Offene Ausstellung heidnischer Kinder 1925 Kleve Dokumentation: „Beuys als Aussteller“ 1926 Kleve Ausstellung eines Hirschführers
1927 Kleve Strahlenausstellung
1928 Kleve Erste Ausstellung eines ausgehobenen Grabens
Kleve Ausstellung um den Unterschied zu verdeutlichen
lehmiger Sand und sandiger Lehm
1929 Ausstellung am Grab von Dschingis Khan
1930 Donsbrüggen Ausstellung von Heide mit Heilkräutern
1931 Kleve Verbindungsausstellung
Kleve Ausstellung der Verbindungen
1933 Kleve U-Bahn-Ausstellung (Graben unter dem
parallel zur Oberfläche geschliffen)
1940 Posen Ausstellung eines Zeughauses (zusammen mit Heinz
Sielmann, Hermann Ulrich Asemissen und Eduard Spranger)
Ausstellung eines Flugplatzes, Erfurt-Bindersleben Ausstellung eines Flugplatzes, Erfurt-Nord
1942 Sewastopol Ausstellung meines Freundes
Sebastopol-Ausstellung während des Abfangens einer JU-87
1943 Oranienburg Zwischenausstellung (zusammen mit Fritz Rolf Rothenburg + Heinz Sielmann)
1945 Kleve Kaltausstellung 1946 Kleve Warmausstellung
Kleve Künstlerbund „Profil des Nachfolgers“
Happening Hauptbahnhof, Heilbronn
1947 Kleve Künstlerbund „Profil des Nachfolgers“
Kleve Ausstellung für Schwerhörige
1948 Kleve Künstlerbund „Profil des Nachfolgers“ Düsseldorf Ausstellung im Pillen Bettenhaus
Krefelder Ausstellung „Kullhaus“ (zusammen mit A. R. Lynen)
1949 Heerdt Total Ausstellung dreimal in Folge
Kleve Künstlerbund „Profil des Nachfolgers“
1950 Beuys liest „Finnegans Wake“ im „Haus Wylermeer“
Kranenburg Haus van der Grinten „Giocondologie“

Beuys – Lebenslauf / Arbeitskurs

http://www.neugraphic.com/beuys/lifecourse.html

Radroute zur nächsten Station:

aus dem ARENACVM Museum

rechts in die Hohe Str. abbiegen.

rechts abbiegen in die Mars-Camulus-Str.

zur Kirche

links in Drusus Tod abbiegen

Station 2: Am Kalkutta

VIDEO VON WALBURGA TILDERS ÜBER DEN JUNGEN JOSEPH BEUYS

Dieser Film von Janusz Grünspek entstand anlässlich der Ausstellung „Joseph Beuys – Kindheit und Jugend“ im Museum FORUM ARENACVM im Juli 2021. Joseph Beuys ́ Leben und Werk sind eng verbunden mit der Landschaft des Niederrheins, die seine künstlerische Vision. Hier wuchs er auf, entwickelte eine innige Beziehung zur Natur, schuf erste Werke, organisierte Ausstellungen, verarbeitete persönliche Krisen, knüpfte lebenslange Freundschaften.

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